Bei der Frage „Was hast du lange nicht mehr gegessen?“ muss ich nicht lange überlegen: Schwarzwurzel. Warum kann ich mir eigentlich gar nicht erklären, scheine aber in guter Gesellschaft zu sein, denn auf die Frage „Was ist Dein Lieblingsessen?“ antworten nur wenige wirklich enthusiastisch „Schwarzwurzel, Baby!“. Auch in Restaurants steht sie selten auf der Speisekarte und muss sich von den Kollegen Brokkoli, Spargel oder Blumenkohl den Rang ablaufen lassen. Dabei ist sie nicht nur sehr lecker, sondern auch noch ziemlich gesund, wie ein Blick auf ihre Inhaltsstoffe verrät. (mehr …)
Wenn die ersten Sonnenstrahlen sich am Himmel zeigen, die Blumen anfangen zu sprießen und auf den Feldern kleine weiße Köpfchen aus dem sandigen Boden hervor blinzeln, ist es wieder soweit:
Die Spargelzeit beginnt. Jedes Jahr können es Spargelliebhaber kaum erwarten. Wobei weißer Spargel sich hierzulande größerer Beliebtheit erfreut als Grünspargel. Ob mit Schnitzel oder Kartoffeln, als Suppe oder Salat, es gibt zahlreiche Variationen wie man die leckeren Stangen genießen kann.
Spargel: Ernte
Geerntet wird Spargel in Deutschland von April bis Juni. Gestochen werden die weißen Stangen noch bevor sie die Erdoberfläche durchstoßen, da sie sich sonst durch das Sonnenlicht sofort verfärben würden. Bei einer Länge von etwa 20 cm wird der weiße Spargel unter der Erde gestochen bzw. abgeschnitten. Nach wie vor ist die Ernte reine Handarbeit. Die Feldarbeiter halten nach Rissen in den Erdwällen Ausschau, um dann den Spargel mit den Händen freizulegen. Anschließend wird die Stange mit einem speziellen Messer sauber abgeschnitten.
Spargel: gesunder Schlankmacher
Spargel ist nicht nur lecker, sondern auch gesund und kalorienarm. Er besteht zu etwa 90 Prozent aus Wasser und enthält die Vitamine C und B. 100 g Spargel haben nur etwa 17 Kalorien. Damit ist er ein absolut gesunder Schlankmacher. Spargel wirkt entwässernd, harntreibend und regt die Nierentätigkeit an. Daher sind die leckeren Stangen besonders für übergewichtige Menschen empfehlenswert. Eine Spargeldiät kann sehr erfolgreich sein, wenn auf fetthaltige Soßen wie Sauce Hollandaise verzichtet wird.
Spargel kochen
Die Stangen werden am besten liegend oder stehend in einem Spargeltopf gegart. In das Kochwasser wird etwas Salz und Zucker hinzu gegeben. Zitronensaft sorgt dafür, dass weißer Spargel seine edle Farbe behält. Wer möchte, gibt noch ein Stich Butter hinzu. Die Garzeit hängt von der dicke der Stangen ab. Zur Probe kann man einfach mit einer Gabel am Ende der Stange hineinstechen. Bei der Garzeit sollte man außerdem beachten, dass Spargel noch nachzieht. Es ist also besser, den Spargel etwas früher aus dem Wasser zu nehmen.
Leckeres leichtes Sommergericht mit Spargel
Spargelsalat Italiano
Zutaten für 2 Personen
- 500 g Spargel
- Zucker
- Salz
- Peffer
- 150 g Kirschtomaten
- 1 Avocado
- 1 Packung Mozarella
- frischer Basilikum
- 4 EL weißer Balsamicoessig
- 2 EL Sonnenblumenöl
- 3 EL Olivenöl
Spargel schälen, holzige Enden abschneiden und mit einer Prise Zucker im Salzwasser bissfest kochen. Kirschtomaten waschen und halbieren. Mozarella in dünne Scheiben schneiden. Avocado halbieren, Stein entfernen, schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.
6-8 Basilikumblätter fein hacken und mit Balsamicoessig, Sonnenblumen – und Olivenöl sowie einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer verrühren.
Spargel, Mozarella und Avocado auf einer Platte anrichten. Tomaten darauf verteilen. Salatsoße drüber geben.
Guten Appetit!
Bild-Quelle: Moe_/flickr.com
Während der Durchschnittsschwede, wie andere Europäer auch, gerne einmal zu Tiefkühlpizza, Nudeln mit Ketchup oder einem Takeaway-Gericht vom Asiaten um die Ecke greift, hält die schwedische Küche doch auch die eine oder andere Köstlichkeit bereit, an der sich jedoch selbst im eigenen Land oft die Geister scheiden. Neben dem Surströmming zum Beispiel, bei dem bereits das Öffnen der Dose zum nasalen Alptraum wird, gilt in Schweden Blutpudding als weiterer Vertreter der schwedischen Hausmannskost, die in der Regel als üppig, kalorienreich und aus einheimischen Zutaten bestehend beschrieben wird. (mehr …)
Die Banane gehört zu den beliebtesten Obstsorten in Deutschland. Irgendwie ist dies schon erstaunlich, da sie hier gar nicht angebaut wird. Die gelbe Frucht stammt ursprünglich aus der südostasiatischen Inselwelt. Von ihren heutigen Anbaugebieten Südamerika und Südostasien legt die Banane tausende Kilometer zurück, um in deutschen Lebensmittelregalen und Obstständen zu landen.
Wie kommt die Banane nach Deutschland?
Auf riesigen Bananenplantagen wird die süße Frucht in ganzen Bündeln grün abgeerntet. Bananen reifen niemals in den Anbaugebieten. Denn würden sie bereits gelb sein, kommen sie mit großer Wahrscheinlichkeit in Deutschland schwarz und verdorben an. Die Bananen werden also grün in Kartons verpackt und werden mit einem Schiff nach Deutschland transportiert. Im Frachtraum darf es maximal 13,5 °C sein, da die Bananen sonst anfangen zu reifen. Am Hamburger Freihafen wird die Fracht entladen. Nach einer sorgfältigen Kontrolle der Bananenkartons kommt die Fracht auf dem Gelände des Hamburger Hafens in einen Reiferaum. Haben die Bananen die gewünschte Farbe erreicht, werden sie mit dem LKW an deutsche Supermärkte und Händler verteilt. (mehr …)
Endlich wird es wärmer, wir verabschieden uns ohne Tränen von Schal, Mütze und Handschuhen und sehnen sie herzlich herbei – die Grillsaison. Ein warmer Sommerabend, glühende Kohlen und ein Salatbuffet ist vorhanden. Und dann kommt er ins Spiel: Weiß, salzig, fest und lecker. Ihr wisst natürlich schon lange von wem ich rede. Richtig, vom Feta. Vegetarier und Fleischgenießer sind sich gleichermaßen einig, dass der Feta-Käse fester Bestandteil der Grillfreuden ist. Ob im Salat oder auf dem Grill – er macht immer eine gute Figur. (mehr …)
Wenn der Frühling langsam den kalten Winter in seine Schranken weist, ist auch irgendwann wieder Zeit Ostern zu feiern. Viele begehen diese Tage mit den typischen Aktivitäten – Ostereier ausblasen, bemalen und verstecken, Osterfeuer anzünden oder Grüne Soße zubereiten. Da liegt es doch nahe das Osterlamm dieses Jahr einmal nicht beim Bäcker zu kaufen, sondern selber zu backen. Mit der richtigen Form und Puderzucker zum Verzieren ist der Rest ein Kinderspiel. Besonders, wenn man ein einfaches, aber leckeres Rezept zur Hand hat: (mehr …)
Wunderschöne Frühlingszeit, Ostern, Gründonnerstag und was noch? Richtig! Leckere Grüne Soße. Sie schmeckt lecker zu Fisch, Fleisch und Kartoffeln. Dazu gibt es hartgekochte Eier. Manche Genießer löffeln sie pur, während sie sich in einen Garten mit frischen Kräutern träumen. In Deutschland ist die größte Stadt Hessens, nämlich Frankfurt am Main, traditionell die Stadt der „Grie Soß“. Selbst Goethe war begeisterter Genießer dieser regionalen Spezialität. Aber: Was macht diese Soße eigentlich zum Gaumenschmaus? (mehr …)
Lebensmittel sollen heutzutage nicht nur den Hunger stillen und gut schmecken, sie sollen auch gesund sein. Functional Food heißt der aktuelle Trend und Kick für die Gesundheit. Doch was steckt genau hinter dem Begriff Functional Food? Wirken sich die Lebensmittel tatsächlich positiv auf die Gesundheit aus? (mehr …)
Der Kugelfisch gehört aufgrund seiner rundlichen, gedrungenen Gestalt zu den Exoten der Fischwelt. Dies wird besonders deutlich, wenn er sich bei Erregung aufbläst, um sich so vor Feinden, die ihn eventuell verspeisen könnten, zu schützen. Dies sieht zwar sehr lustig aus, ist aber sehr effektiv, da es durch die so erzielte Volumensteigerung einem Räuber unmöglich gemacht wird den Kugelfisch zu verschlucken.
Auch die zahlreichen kurzen Stacheln auf der Haut sorgen dafür, dass die Beute einfach nicht in den Magen auch größerer Fische flutschen will. Gefährlich wird dem Kugelfisch daher in den meisten Fällen der Mensch, der an sein Fleisch will, da Kugelfischfilet in der asiatischen Küche als Delikatesse gilt. Und dass, obwohl oder vielleicht gerade weil der Fisch giftig ist, was die Zubereitung und den Verzehr zu einem Happening macht, denn Kugelfisch darf nicht jeder zubereiten!
Fugu
Der wohl bekannteste Vertreter des Kugelfisches ist der Fugu, der sich in Japan äußerster Beliebtheit erfreut, während er in Deutschland verboten ist und in den USA nur tiefgefroren und zerlegt aus Japan importiert werden darf. Ihn fangen und mit ihm handeln darf in Japan nur, wer eine bestimmte Lizenz besitzt. Auch die Zubereitung erfordert eine bestimmte Ausbildung in speziellen Fugu-Schulen, die mehrere Jahre lang dauert und damit endet, dass der Koch ein von ihm selbst zubereites Fugu-Filet verspeisen muss. Sogar noch heute sollen jährlich um die fünf Privatpersonen durch die unrechtmäßige Zubereitung des Fugu sterben.
Grund hierfür ist das in Haut, Kiemen, Augen, Herz, Milz, Leber und Eierstöcken sitzende Nervengift Tetrodotoxin, das relativ schnell wirkt und bei dem bereits zehn Nanogramm tödlich wirken. Zwar wird das Bewusstsein nicht beeinträchtigt, jedoch werden alle Körpernerven gelähmt. Zu den Symptomen einer Fuguvergiftung gehören nach fünf bis 30 Minuten Prickeln, Gefühllosigkeit, Schwäche und Lähmungserscheinungen. Bereits nach drei Stunden kann eine komplette Lähmung mit Atemstillstand eintreten. Bei ersten Anzeichen sollte daher sofort ein Arzt verständigt werden, der nach ABC-Maßnahmen auch den Magen ausspült.
Nicht zu finden ist das Gift übrigens im Muskelfleisch, dafür in besonders hoher Konzentration in der Leber und im Rogen, die nicht mit dem Messer in Berührung kommen dürfen. Das japanische Gesetz schreibt vor, dass die giftigen Teile des Fugu deswegen auch in geschlossenen Behältern bei der Fugu Giftzentrale in Tokio abgegeben werden müssen. Trauriger Grund für diese Vorsichtsmaßnahme: in der Vergangenheit hatten Obdachlose auf der Suche nach Nahrung Restaurantabfälle durchsucht und waren nach dem Verzehr der Fugureste zu Hunderten gestorben.
Geschätzt wird der Fugu, ordnungsgemäß zubereitet, von Kennern wegen seiner gleichzeitig zarten und festen Konsistenz bzw. dem sahnigen und würzigen Geschmack, wobei die Lunge als das schmackhafteste Teil des Fugu gilt. Dazu gereicht werden entweder grüner Tee, Sake oder japanisches Bier.
[AKH]
Bild: oliptang / flickr.com
Man kombiniere Löffelleidenschaft und knackige Schokolade. Das Ergebnis? Schokopudding. Wahre Genießer löffeln ganz ohne Reue die 300 Kalorien auf 100 Gramm. Diätanhänger löffeln ihn mit weniger Kalorien und wahrscheinlich auch mit weniger Geschmackserlebnis. Sie rühren ihn mit Wasser statt mit Milch an.
Tierliebhaber teilen ihn mit Hund und Katz ohne sich dessen bewusst zu sein, dass Schokolade bei Tieren toxisch wirkt. Und ein ganz gewiefter russischer Schokoladenpudding-Hersteller erhofft sich derzeit durch den Atom-Skandal eine gehörige Absatzsteigerung. Behauptet er doch glatt, dass sein Schokopudding aufgrund der Algenextrakte vor radioaktiver Strahlung schützt. Da zeigt er sich ganz von seiner Schokoladenseite. Uns fällt dazu nichts mehr ein und wir schütteln die Köpfe. (mehr …)