Kresse. Gesunder Keimling

504798_R_K_B_by_Grace Winter_pixelio.deDie Gartenkresse, auch Lepidium sativum, ist eine Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler und eines der beliebtesten Küchenkräuter. Verzehrt wird das so genannte Grünkraut als Keimling. Am einfachsten ist es, die Kresse mit einer Schere abzuschneiden. Sie schmeckt lecker auf Butterbrot, in Suppen und sogar im Obstsalat. Das Tolle ist: Sie ist auch noch gesund.

Kresse. Was steckt drin?

Ihre leichte Schärfe erhält die Kresse von den Senfölglykosiden. Neben Vitamin C enthält das grüne Kraut zudem Vitamin E, B-Vitamine, Folsäure, die Mineralstoffe Magnesium, Kalzium und Kalium sowie die Spurenelemente Eisen, Chrom, Jod und Phosphor.

Die Vitamine und Spurenelemente der Kresse stärken das Immunsystem, die Senföle desinfizieren die Harnwege und stärken die Blase, die Nieren werden unterstützt. Die Bitterstoffe sind gut für die Verdauung und regen den Stoffwechsel an. Zudem soll Kresse das Hungergefühl reduzieren. Kresse entfaltet aber nur roh ihre Wirkung. Nach der Ernte sollte sie innerhalb der nächsten 30 Minuten verzehrt werden, sonst verliert sie ihre wertvollen Inhaltsstoffe.

Kresse. Selbst säen

Meist wird die Kresse in kleinen Pappschachteln verkauft. So hat man sie zwar schnell auf dem Brot, wirklich spannend wird es aber erst dann, wenn man den kleinen Samen beim Keimen zuschauen kann. Der Vorteil von Kresse: Sie wächst sehr schnell. Nach dem Kauf der Samen eine kleine Schale mit Küchenpapier oder Watte auslegen, die Kressesamen darauf auslegen und mit einer Wasserspritze besprühen, bis das Küchenpapier beziehungsweise die Watte schön nass ist. Der Samen quillt durch die Feuchtigkeit auf und beginnt bereits nach 1 Tag zu keimen.

Ab jetzt gilt: Die Samen feucht, aber nicht nass halten, sonst faulen sie. Wenn alles richtig gemacht wird, ist nach 1 Woche schon kräftiges Grün zu sehen. Die Keimlinge der Kresse sind erntereif, wenn sich die kleinen Blättchen entfaltet haben. Bis zu 5 Zentimeter werden die Keimlinge groß. Gießt man dann fleißig weiter, halten die zarten Pflänzchen noch 3-4 Tage. Dann gehen sie meist ein. Schade wäre es, wenn jetzt noch nicht alles aufgegessen ist. Außerdem: Selbst gepflanzte Kresse schmeckt nochmal so gut – wurde sie doch mit viel Liebe und Sorgfalt großgezogen. Aber: Geben sie der Kresse keinen Namen – es soll schon Kresseliebhaber gegeben haben, denen das zarte Grün durch die intensive Pflege so sehr ans Herz gewachsen ist, dass sie deren Verzehr nicht mehr über selbiges gebracht haben…

[AKL]

Bild: Grace Winter / Pixelio.de

1 Kommentar

  1. [...] Kapuzinerkresse (schmeckt, wie der Name verrät, leicht nach Kresse) [...]