Gummibärchen – bunter Spaß aus der Tüte

GummibärchenOft lernt man die kleinen bunten Freunde in der Kindheit kennen, was dazu führt, dass sie zu einem treuen Begleiter werden – bis ins hohe Alter hinein.

Ob für eine kleine Zuckerzufuhr im Büro, als Gute-Laune-Bärchen auf Geburtstagsfeiern oder Ausstatter des sonntäglichen Krimi-Abends – sie sind immer gern gesehen. Und da nicht jeder die in den Gummibärchen enthaltene Gelatine mag beziehungsweise verträgt, gibt es mittlerweile viele Varianten ohne Gelatine. Statt Gelatine werden pflanzliche Stoffe wie Maisstärke, Pektin oder Agar verwendet.




Gummibärchen sind Zuckerjunkies




Aber: Auch wenn sie kein Fett enthalten sind sie kalorientechnisch nicht ganz so harmlos, wie man gerne glauben würde. Sie sind nämlich wahre Zuckerjunkies. 3 Bärchen haben fast so viel Zucker wie ein Stück Würfelzucker – das ist nicht gerade wenig. 332 Kilokalorien auf 100 Gramm müssen ebenso in Kauf genommen werden wie die 6 Gramm Eiweiß und die 75 Gramm Kohlenhydrate, wenn man sich dem bunten Mix hingibt.




Gummibärchen. Inhaltsstoffe und Herstellung




Die bunten Bärchen bestehen aus Glukosesirup, Gelatine, Zucker, Dextrose, Wasser, Stärke, Zitronensäure sowie Farb- und Aromastoffen. Gelatine ist ein Bindemittel und wird hauptsächlich aus Tierknochen und -knorpel hergestellt. Gelatine ist geruchlos, farblos und geschmacksneutral. Deutsche Gummibärchen bestehen aus Gelatine von der Schweineschwarte.




Die Gummibärchen-Zutaten kommen in große Kessel, werden erhitzt und ständig gerührt. Die gleichmäßig zähe Masse wird anschließend durch Rohre zu den Maschinen geleitet und mit Hilfe von Düsen in die, auf einem Fließband befindlichen, Gummibärchen-Formen aus Stärke gefüllt. 3-5 Tage müssen die Bärchen trocknen. Dann kommt ein feiner Überzug aus Bienenwachs oder Öl dazu, der verhindert, dass die Bärchen zusammenkleben. Schließlich werden sie eingetütet und wandern ins Süßigkeitenregal. Welche Geschmacksrichtung welche Farbe hat, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Meist ist grün Apfel, rot Himbeere oder Erdbeere, gelb Zitrone, orange Orange und weiß Ananas.




Gummibärchen-Experiment




Die kleinen Bärchen können ganz groß rauskommen. Nämlich, wenn man sie über Nacht in ein Glas mit Leitungswasser gibt. Das liegt daran, dass der Zucker versucht, sich im Wasser zu lösen. Das kann er aber aufgrund des Gelatinegerüstes nicht, da seine Moleküle zu groß sind. Das führt dazu, dass das Wasser durch die feinen Poren in das Gummibärchen gesogen wird. Die Gelatine quillt auf. In Leitungswasser wächst das Bärchen um das 4-fache, bei destilliertem Wasser sogar um das 6-fache. Und? Lust bekommen, das mal auszuprobieren?




[AKL]




Bild: iRubén/ flickr.com

1 Kommentar

  1. [...] in Bezug auf das Muffin-Haupt nämlich keine Grenzen gesetzt: Frischkäse, Schokolade, Früchte, Gummibärchen, Puderzucker, Kokosraspeln und Sahne sind nur ein paar Beispiele für das Topping. Auch in den [...]