Ochsenherz

Ochsenherz-Tomaten Quelle Peter Kirchhoff pixelio.de Heute abend gibt es Ochsenherz! Wer jetzt Bilder blutiger Tierorgane im Kopf hat, die lieblos in der heimischen Pfanne brutzeln, der liegt ziemlich daneben und sollte seine Gedanken schnell nach Italien und la dolce vita lenken, denn dort ist das Ochsenherz, ganz im Gegensatz zu Deutschland, weit verbreitet. Kein Problem also wenn man mit dieser Gemüseart bisher noch nicht so viel zu tun hatte.
Gemüse?

Richtig, das Ochsenherz gehört zur Gattung der Fleischtomaten und gehört mit 500 bis 700 Gramm Gewicht zu den wahren Oschis der Pflanzenwelt. Im Italienischen Cuore di bue genannt, erinnert die Ochsenherztomate in ihrer unförmigen, stark gerippten Form und Größe tatsächlich an das Herz eines Ochsen, weswegen sie auch in anderen Sprachen genauso heißt. Am schönsten klingt hier natürlich wieder der französische Begriff: coeur de boeuf.

Die Ochsenherztomate zeichnet sich aber nicht nur durch ihre Größe, sondern vor allem durch ihren vollen und charakteristischen Geschmack aus. Für Fans dieser Sorte zählt sie zu einer der geschmacklich besten Tomatensorten überhaupt, weswegen viele auch bereit sind entsprechend tief für sie  in die Tasche zu greifen. Der stolze Preis von teilweise über fünf Euro für das Kilo spricht für sich.

Dabei ist beim Verzehr des Ochsenherzes allerdings Eile geboten. Während andere Tomatensorten problemlos über längere Zeit im Kühlschrank gelagert werden können, wird die Ochsenherztomate bereits nach zwei Tagen weich. Womit wir auch gleich bei den Gründen für ihre Seltenheit im deutschen Handel wären: ihre kurze Haltbarkeit und Empfindlichkeit beim Transport. Es wird daher geraten, sie möglichst schnell zu verzehren, gegrillt, gefüllt oder in der Spaghettisoße. Die Italiener essen sie übrigens bevorzugt roh und noch leicht grün. In diesem Reifestadium herrscht das optimale Verhältnis von Säure zu Zucker vor.

Nährwertangaben für 100 Gramm Ochsenherz:
Kcal: 18
kJ:   75
Eiweiß (g): 0,9
Kohlenhydrate (g): 2,5
Fett (g): 0,19

[AKH]
Bild: Peter Kirchhoff / pixelio.de

3 Kommentare

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