Nüsse. Harte Schale, gesunder Kern

Nuss_benjamin Klack_pixelio.deDie Nuss ist nicht nur zu Weihnachten heiß begehrt. Neben gebrannten Mandeln, Erdnüssen im Nikolausstrumpf und dem Märchen vom Nussknacker begleitet uns die kleine Schalenfrucht tagtäglich und ist weder vom Speiseplan, aus den Süßigkeitenregalen noch aus der Kosmetikindustrie (zum Beispiel Kokosöl, Mandelöl und Erdnussöl in Cremes) wegzudenken. Zeit also, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Ob das eine harte Nuss wird?


Nüsse. Basiswissen

Nüsse zählen zu den Schließfrüchten, das heißt, der Samen ist von einer verholzten Nusswand (Perikarp) umgeben. Dazu zählen im botanischen Sinn unter anderem Maronen, Haselnüsse, Buchecker und Hanfnüsse. Im botanischen Sinn keine Nüsse sind Muskatnüsse, Kokosnüsse, Cashewnüsse, Mandeln, Muskatnüsse, Paranüsse, Pekannüsse und Pistazien. Pinienkerne gehören zu den Samen, Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten.


Nüsse. Gesunde Inhaltsstoffe

Fettreich sind sie, ja. Aber auch sehr gesund. Die ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv auf die Körperfunktionen aus: Sie sind gesund für das Herz- und Kreislaufsystem, können den Cholesterinspiegel im Blut senken, Zuckerwerte stabilisieren, die Gefäße unterstützen und das Risiko für Magenkrebs verringern. Neben den ungesättigten Fettsäuren enthalten Nüsse viele Mineralstoffe, B-Vitamine, Folsäure, Vitamin E, die Spurenelemente Magnesium, Kalium, Phosphor, Kupfer sowie Eisen und einen hohen Anteil an Eiweiß. Mandeln sollen den Heißhunger stoppen, Walnüsse für einen guten Schlaf sorgen und Studentenfutter die Konzentration auf Hochtouren bringen. Eine kleine Handvoll Nüsse am Tag ist ideal. Gerade Vegetarier können ihren Körper durch den Verzehr von Nüssen mit wichtigen Inhaltsstoffen versorgen. Aber Vorsicht: 100 Gramm haben fettreiche 600 Kilokalorien. Maronen (194kcal) und Kokosnüsse (402kcal) haben die wenigsten, Paranüsse (709kcal) und Walnüsse (705kcal) die meisten Kalorien. Um die gesunden Inhaltsstoffe zu erhalten die Nüsse nicht erhitzen, sondern pur knabbern.


Nüsse. Schimmelpilz?

Zeigt die Nuss Schimmelspuren, ist sie ranzig, weich, ist Staub in der Packung, riecht sie komisch – Finger weg! Nüsse am besten dunkel und kühl lagern. Auch einfrieren ist möglich. Um Pestiziden keine Chance zu geben lohnt es sich zur Bio-Variante zu greifen.


Nüsse. Allergie

Weil die Nuss fast überall zu finden ist, müssen Lebensmittel den Aufdruck „Kann Spuren von Nüssen enthalten“ tragen. Denn Nüsse können für Allergiker lebensbedrohlich werden: Atemnot, Schwellungen, Erbrechen, Durchfall und Krämpfe sind Symptome einer Nussallergie. Es kann aber durchaus Nussarten geben, die der Allergiker verträgt. Ein Test unter ärztlicher Aufsicht schafft Klarheit. Am kritischsten sind Erdnüsse, Walnüsse und Haselnüsse. Am besten wird die Kokosnuss vertragen. Die Nussallergie geht häufig mit einer Pollenallergie einher. Jeder Betroffene sollte einen Allergiepass bei sich tragen und das Umfeld über die Allergie informieren, damit im Extremfall schnell gehandelt werden kann. Ein Notfallset rundet die Maßnahmen ab. Der Allergologe gibt Anweisungen zur richtigen Anwendung.


[AKL]

Bild: Benjamin Klack / pixelio.de