Schwarzrettich – der geheimnisvolle Dunkle mit den heilenden Kräften

542px-RettichschwarzrundImmer mehr „alte“ Heilmittel finden wieder ihren Weg ins Bewusstsein der Menschen. Der schwarze Rettich, auch Winterrettich genannt, aus der Familie der Kreuzblütengewächse ist eine davon. Auch wenn er erst einmal groß und unheimlich wirkt, ist er eine uralte Nutzpflanze und war bereits 2500 vor Christus in Ägypten im Gebrauch. Seine Merkmale sind das weiße Fruchtfleisch und die schwarze schorfige Schale. Bereits in der Vergangenheit fand er vielerorts neben der Funktion als Nahrungsmittel auch seine Bestimmung als Heilmittel. Doch leider ist seine heilende Wirkung bei uns in der heutigen Zeit kaum mehr bekannt, denn er ist wie viele seiner Heil-Kameraden einfach in Vergessenheit geraten.,

Zu seinen Wirkstoffen zählen schwefelhaltige ätherische Öle, Senföl und Vitamin C. Darüber hinaus wirkt er pilzhemmend und antioxidativ. Der Schwarzrettich ist gut geeignet für die Basenbildung und hilft gegen Übersäuerung. Damit wirkt er Rheuma und Gicht entgegen. Er regt den Stoffwechsel an, ist harntreibend und reinigt das Blut.

Bei Erkältungen mit Hitze- und Schleimbildung löst er den Schleim und wirkt er entzündungshemmend und krampflösend. Für den Einsatz bei einer Erkältung wird der Rübe der Saft entzogen, indem man ihn sehr kleinschneidet oder durch einen Entsafter laufen lässt. Das Ganze wird anschließend mit Zucker und Honig vermischt und mehrere Stunden stehen gelassen. Der daraus entstandene Sirup wird teelöffelweise über den Tag verteilt eingenommen. Reformhäuser, Apotheken und Bioläden bieten den Saft ebenfalls an.
Für Personen mit einem empfindlichem Magen ist es jedoch ratsam, den Saft vorher zu verdünnen.
Im Bereich der Galle und der Leber wirkt er gegen Entzündungen und regt die Produktion der Gallenflüssigkeit an. Der Schwarzrettich ist durch seine bakterienhemmende Wirkung in der Lage, Verstopfung zu lösen und die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Schwarzrettich eignet sich sehr gut für eine Kur. Als Nahrungsergänzung kann er auch in Kapselform eingenommen werden.

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Bild: goldlocki/wikipedia.org